Lernen vom Freizeitpark? Die Entwicklung einer an Besucher*innen orientierten Homepage am Stadtmuseum Tübingen

Referent*innen: Wiebke Ratzeburg und Guido Szymanska

11:50 Uhr, 20.2.24

Hospitalhof mit Online-Übertragung

Darum geht's

Bisher war die Homepage des Stadtmuseum Tübingen nicht mehr als eine Unterseite des Web-Auftritts der Stadtverwaltung – wie bei so vielen kommunalen Museen. Das eigene Profil und das Streben nach Innovation konnten unter diesen Bedingungen nur unzureichend kommuniziert werden. Durch „Museen im Wandel“ eröffnete sich die Möglichkeit einer Abnabelung von den alten Strukturen. Das Ziel war die Konzeption einer Webpage, die sich radikal an den tatsächlichen Bedürfnissen von Besucher*innen orientiert. Diese direkte Einbeziehung der Nutzer*innen führte nicht nur zu überraschenden Ergebnissen im Detail, sondern hat auch zu einem umfassenderen Perspektivwechsel beigetragen: Weg vom Denken in der eigenen Blase, hin zu einer Offenheit auch gegenüber unkonventionellen Lösungen.

Die Referent*innen

Wiebke Ratzeburg (*1967) hat Geschichte und Kunstgeschichte in Köln und Berlin mit dem Schwerpunkt Fotografie studiert. 2001-2004 leitete sie das Museum für Photographie in Braunschweig. Von 2004 - 2012 realisierte sie als freie Kuratorin zahlreiche Ausstellungen, unter anderem für das Stadthaus Ulm und arbeitete als Dozentin für Fotografie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 2012 ist sie Leiterin des Stadtmuseums Tübingen. Sie lebt mit ihrer Lebenspartnerin und ihren zwei Söhnen in Stuttgart. 

Guido Szymanska, M.A., studierte Empirischen Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft und Psychologie in Marburg, Tübingen und Tempe/USA. Nach Lehraufträgen u.a. an der Universität Kiel und Tätigkeiten in der Werbebranche ist er seit 2012 als Kurator am Stadtmuseum Tübingen tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Partizipation, Digitales und spielbasierte Vermittlungskonzepte für Erwachsene. Er war u.a. Kurator der Ausstellungen „Kassiere und Regiere!“ (andernorts „Pay Day“) (2014-2022), „Am Rand wird’s interessant“ (2017/18), „Room of Memories“ (2022), „Cyber and the City – Künstliche Intelligenz bewegt Tübingen“ (2023). 
 

"Wir sind offen für Inputs von außerhalb der Museumsblase – So kommen oft neue Wege und unkonventionelle Lösungen zustande."